Artikelserie zu den China-Wochen: Die Vorreiter - Hochschulen mit gemeinsamen Studienprogrammen

Ein Blick auf den Veranstaltungskalender zeigt: Während der China-Wochen überbieten sich rund 45 Hochschulen mit Informationsveranstaltungen rund um Studium und Forschung im Reich der Mitte. Hier stellen wir Ihnen einige „Vorreiter“ vor, die mit gemeinsamen Studienprogrammen in den Bereichen Maschinenbau und Wirtschaftwissenschaften der Zeit voraus geeilt sind.

War es in den vergangen Jahrzehnten eher außergewöhnlich, ein Semester in China oder Deutschland zu studieren, bieten heute deutsch-chinesische Hochschulkooperationen weitaus größere Chancen: zum Beispiel aufeinander abgestimmte Studienprogramme mit Doppelabschluss. Üblicherweise setzen dabei Studierende nach dem Vordiplom im Heimatland ihr Studium für mehrere Semester an der Partnerhochschule fort, die Unterrichtssprache ist Englisch, begleitend findet Sprachunterricht in der Landessprache statt und als Clou folgt ein in beiden Ländern anerkannter Abschluss. Der „Mehrwert“ in persönlicher wie fachlicher Hinsicht ist immens: Wer kann hier schon einen chinesischen Titel vorweisen, mit Fach-, Sprach- und Landeskenntnissen glänzen und bringt zudem jede Menge Auslandserfahrung  – sprich interkulturelle Kompetenz – mit? Nicht zu vergessen die einzigartigen Eindrücke, Erfahrungen und Kontakte, die einen meist ein Leben lang begleiten.

Gemeinsam entwickeln – Studien-Programme im Bereich Ingenieurwissenschaften

Wie ein Curriculum für einen kompletten Studiengang in der Praxis aussehen kann, zeigt etwa die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen. Für die RWTH ist China außerhalb Europas das Land, mit dem sie die vielfältigsten und intensivsten Kooperationen unterhält, und das schon seit langem: So feiert die RWTH in diesem Jahr etwa ihre 30-jährige Partnerschaft mit der University of Science and Technology Beijing. Mit gemeinsam entwickelten Studien-Programmen im Bereich Maschinenbau, den Masterstudiengängen Automotive Engineering und Production Engineering, gilt sie zu Recht als Vorreiter. Deutsche bzw. chinesische Studierende verbringen je zwei Semester zum Studium an der Partneruni. Diese und weitere Kooperationen, natürlich auch zum Thema "Forschen in China", werden während der China-Wochen vom  17. - 20. Mai 2010 en Detail vorgestellt. Das Programm der RWTH-China-Wochen finden Sie hier: http://www.rwth-aachen.de/chinawoche.

Wer Interesse an Studienprogrammen in den Bereichen Physikalische Ingenieurwissenschaften (Dual Master), Verfahrenstechnik (Dual Master) oder Wirtschaftsingenieurwesen hat, ist bei den China-Wochen an der Technischen Universität Berlin (TU-Berlin) bestens aufgehoben – vom 31.Mai - 4.Juni 2010 finden sich dort auf dem „Markt der Möglichkeiten“ Informationen zu Studien- und Forschungskooperationen etwa mit der Jiaotong-Universität, der East China University of Science and Technology (ECUST) oder der Tongji-Universität Shanghai. (Hier erfahren Sie mehr dazu)

Gemeinsam handeln – Studien-Programme im Bereich Wirtschaft

Berlin ist ohnehin eine wahre Hochburg für deutsch-chinesische Studienprogramme, auch im Bereich der Wirtschaftwissenschaften. So liegt bei der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin ein besonderer Fokus auf dem gemeinsamen Studiengang „Chinese-European Economics and Business Studies (CEEBS)“ mit der Southwestern University of Finance and Economics Chengdu (SWUFE). Wie im viersemestrigen Masterstudiengang abwechselnd an beiden Hochschulen studiert wird und vieles mehr, erfahren Sie am 18. Mai ab 11 Uhr auf dem dortigen China-Tag: http://www.hwr-berlin.de/nc/aktuelles/termine-und-veranstaltungen/detailseiten/details/event/china-tag-an-der-hwr-berlin/

Doch nicht nur die Hauptstadt hat spannende Programme zu bieten – auch die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt bringt mit ihrem deutschlandweit einzigartigen Doppelbachelor-Austauschprogramm „Internationale Betriebswirtschaftslehre“ mit der Tongji School of Economics and Management (SEM) in Shanghai neue Perspektiven. Studenten aus China und Deutschland studieren jeweils vier bzw. drei Semester an den Partnerhochschulen und können deren Abschlüsse erwerben. Derzeit befindet sich der vierte Jahrgang in Vorbereitung auf seinen 3-semestrigen Chinaaufenthalt, die beiden Pionierjahrgänge studieren bereits vor Ort in Shanghai. Der nächste Studienbeginn ist das Wintersemester 2010/11. Vielleicht sind Sie dabei? Nähere Infos unter http://www.doubledegree.de/

Eine Übersicht zu allen deutsch-chinesischen Studien- und Promotionsprogrammen finden Sie in der aktuellen Erhebung der Hochschulrektorenkonferenz, alle Veranstaltungen der China-Wochen in der Rubrik Beteiligte Hochschulen oder im Veranstaltungskalender.